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T3
Ziemlich bald nach dem Anlaufen der Serienproduktion der Type TII/T2
wurde mit der Entwicklung der Type T3 begonnen, die leichter als die
Type TII/T2 ist, aber die gleiche Kapazität aufweisen sollte.
Die Seitenwände würden schwächer ausgeführt, und
für die Stirnwand Rückwände wurde Laminat verwendet.
Der Wagenkasten wurde wie bei den vorhergehenden Typen vom
Architekten Kardaus entworfen. |
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Der Prototyp T3, NB 6101, der im Jahre 1960 in Praha erprobt wurde,
hatte noch Türen ungleicher Breite wie die TII/T2. Zum
Unterschied von den zwei vorgenannten Typen, die für Praha und
Plzeň noch mit Stangenstromabnehmern ausgerüstet waren,
wurden die T3 ausschließlich mit Pantografen ausgeliefert.
Die Albert-Kupplungen wurden einheitlich nach Prahaer Vorbild
gebaut. Nur die ersten Wagen für Brno bekamen noch die alten
Tellerkupplungen. Gegenüber den vorherigen Typen kam es zu
einigen Veränderungen. Die Polstersitze, die noch in die ersten
Lieferungen der T3 eingebaut wurden, ersetzte man ab 1964 durch
Laminatsitze. Wurde bei den anderen Typen der Wagen noch durch
Einblasen von durch die Fahrwiderstände erwärmter Luft
beheizt, so erhielten die T3 Heizkörper unter den Sitzen. Die
elektrische Ausrüstung wurde so geändert, dass das
Führen von Dreiwagenzügen möglich wurde. Das wurde
jedoch in der ČSSR nur in Košice ausgenützt.
Auch diese Wagen wurden wieder an alle Straßenbahnbetriebe in der
ČSSR geliefert. Ausgenommen waren nur Jablonec nad Nisou und
Ústi nad Labem, deren Straßenbahnen vor der Auflassung standen. Am
stärksten waren die T3 in Praha vertreten, ab Mitte der
siebziger Jahre bestanden hier neun Zehntel des gesamten Wagenparks
für den Personenverkehr aus dieser Wagentype. In der ersten
Hälfte der siebziger Jahre war in vielen Betrieben die Anzahl
der T3 schon so groß, dass alle älteren zweiachsigen Trieb- und
Beiwagen ausgemustert werden konnten. Eine Ausnahme bildete nur
Ostrava, wo einige alte Wagen für den Betrieb auf den
Vorstadtlinien erhalten blieben.
In Košice, Praha und Plzen wurden bereits einige der ältesten
TI/T1 und TII/T2 durch T3 ersetzt. Umgebaut von TI/T1 zu T3 wurden
in Košice 6, in Praha 16 und in Most sogar 27 Triebwagen.
Im Jahre 1971 bekam der Prototyp-Wagen 6000 eine geänderte
elektrische Ausrüstung, bei der eine Thyristorsteuerung erprobt
werden sollte. Der Wagen gehörte dem Erzeugerwerk und kam erst
1973 probeweise bei den Prahaer Verkehrsbetrieben mit der Nummer
8003 im Personenverkehr zum Einsatz. Nach Abschluss der Erprobungen
diente der Wagen als Muster für den Umbau älterer T3 in
den Städten Bratislava, Brno, Košice, Ostrava und Praha. Die
umgebauten Wagen wurden als T3M bezeichnet. Aus Kostengründen
wurden jedoch nur wenige Wagen umgebaut. Fast alle T3 stehen auch
heute noch im Einsatz. Zusammen mit den praktisch gleichen Wagen
T3SUCS, die in den letzten Jahren geliefert wurden, bilden die T3
das Rückgrat des Fuhrparks der Straßenbahnbetriebe in der
ČSSR. |
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Technische Daten T3
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| Länge über Kupplungen: |
15200 mm |
| Wagenkastenlänge: |
14000 mm |
| Wagenkastenbreite: |
2500 mm |
| Wagenkastenhöhe: |
3050 mm |
| Abstand der Fahrgestellzapfen: |
6400 mm |
| Achsabstand der Fahrgestelle: |
1900 mm |
| Sitzplätze: |
23 |
| Stehplätze: |
87 |
| Motorentyp: |
TE 022 |
| Gesamtleistung der Motoren: |
4 * 40 kW |
| Höchstgeschwindigkeit: |
65 / 55 Km/h |
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Fahrzeugstatistik T3
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| Stadt |
Jahre |
Anzahl |
Nummer |
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| Bratislava |
1964 - 1968 |
58 |
267- 308' |
| Brno |
1963 - 1972 |
109 |
495 - 580, 1581 - 1603 |
| Košice |
1963 - 1980 |
97 |
243 - 319, 326 - 335'' |
| Liberec |
1965- 1973 |
20 |
29 - 48 |
| Most |
1967 - 1972 |
9 |
290 - 298 |
| Olomouc |
1966- 1970 |
30 |
116 - 145 |
| Ostrava |
1965- 1975 |
97 |
701 - 797''' |
| Plzeň |
1964 - 1976 |
48 |
160 - 207 |
| Praha |
1960 - 1976 |
901 |
6101 - 6992'''' |
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| Summe |
1960 - 1980 |
1369 |
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| ' |
Weitere Nummern: 202, 203, 204, 207, 209, 210, 211, 213, 215,
218, 221, 222, 223, 224, 228 und 229. Diese erhielten die T3
Triebwagen von ausgemusterten T2. |
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| '' |
Weitere Nummern: 229, 238, 239, 261, 267, 268, 298, 301 und
302. Diese wurden von ausgemusterten Wagen T2 oder T3 zugeteilt.
Die Nummer 229 wurde später nochmals besetzt. |
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| ''' |
Aus Ersatzteilen wurde noch der Triebwagen 798 zusammengebaut. |
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| '''' |
Die Nummern 6138, 6163, 6164, 6289, 6457, 6736, 6779, 6795 und
6798 wurden nach Ausmusterung der ersten Besetzung nochmals
zugeteilt. |
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Quelle: Bahn im Bild 109 erschienen 1992, Verlag Pospischil
Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung durch Ing. Peter
Pospischil, Wien |
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